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Mehrheit für Aussetzung strengerer Energiesparauflagen

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40% der Bundesbürger sind dafür, die Regeln der Energieeinsparverordnung vorerst nicht zu verschärfen. Dies zeigt eine neue Studie der BHW Bausparkasse.

Für 2016 ist eine weitere Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EneV) beschlossen worden. Den Ergebnissen einer neuen Umfrage von BHW zufolge würde jedoch eine Mehrheit der Deutschen eine vorübergehende Aussetzung des Gesetzes unterstützen. 14% wollen sogar eine Verschiebung ohne jeden Vorbehalt. Der Grund dafür: Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum hat in vielen Städten durch den Zuzug stark zugenommen. Auch Branchenverbände und Politik diskutieren derzeit, die Energieeffizienz-Auflagen zu reduzieren, um den Neubau zu beschleunigen.

Das Gros der Bundesbürger sieht beim Bauen dringenden Handlungsbedarf: 76% sind der Meinung, die Baupolitik habe bisher noch nicht genug getan, um die angespannte Wohnungssituation zu verbessern.

"Wünschenswert ist jetzt ein Bündel von Maßnahmen, um in den besonders betroffenen Großstädten Anreize für mehr Bautätigkeit zu geben, zum Beispiel durch die Vereinfachung von Antragsverfahren", erklärt Jörg Koschate, Generalbevollmächtigter der BHW Bausparkasse. Koschate hält nichts vom Abrücken von der Energiewende. "Ein Wohngebäude ist ein nachhaltiges Produkt mit einem Lebenszyklus von 100 und mehr Jahren, da sollte die moderne energetische Ausstattung ein wichtiges Gebot bleiben", so Koschate. Laut einer aktuellen Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln kommt der Wohnungsbau dem steigenden Bedarf vor allem in Großstädten nicht nach. Insgesamt geht das Bundesbauministerium von einem Bedarf von je 350.000 Wohnungen pro Jahr aus. Zusammengerechnet für die nächsten drei Jahre über eine Million Wohneinheiten.

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